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Erfahrungsaustausch zu Wärmeverbünden

Viele Gemeinden befassen sich mit Wärmeverbünden, haben solche geplant oder bereits realisiert. Spannende Erkenntnisse und Erfahrungen dazu tauschten die Teilnehmenden des ERFA-Anlasses der regionalen Energieberatungsstelle Ende Oktober im Kipferhaus Hinterkappelen aus.

Bänz Müller, Gemeindepräsident von Wohlen, stellte die beiden Wärmeverbünde auf Gemeindegebiet in Uettligen und Hinterkappelen vor, zeigte die substanzielle Einsparung an Heizöl auf und schilderte die Erfahrungen und Voraussetzungen für den Erfolg eines Wärmeverbunds aus Gemeindesicht; die zentralen Punkte sind:

  • Die Bevölkerung braucht Zeit, um sich selber überzeugen zu können, nicht bloss um überzeugt zu werden.
  • Den Behörden kommt eine enorm wichtige Rolle in der Kommunikation zu. Das muss Chefsache sein. Eine finanzielle Beteiligung kann sein, muss aber nicht.
  • Die Gemeinde muss mit gutem Beispiel vorangehen. Eigene Liegenschaften als erstes anschliessen.
  • Es braucht einen Investor, eine Firma mit viel Geduld.

Weiter präsentierten und erläuterten die Vertreter der Energie360grad AG und der fernwärmeuettligen ag als beteiligte Firmen die Entstehung und Funktionsweise der Wärmeverbünde Hinterkappelen und Uettligen aus ihrer Perspektive. Schliesslich schilderte ein Bewohner der Vorderen Aumatt in Hinterkappelen aus Sicht des Hauseigentümers den Entscheidungsprozess für den Fernwärmeanschluss. Die verschiedenen Beiträge vermittelten ein spannendes und aufschlussreiches Gesamtbild.

Das anschliessende Apéro bot beste Gelegenheit zu weiterführenden Gesprächen. Der Erfahrungsaustausch in Wohlen war mit rund 25 Teilnehmenden gut besucht. Die Präsentationen der drei Referate finden Sie nachfolgend.

Präsentation Bänz Müller
Präsentation Energie360grad AG
Präsentation fernwärmeuettligen ag