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«Ein Smart Home, das funktioniert, muss man gar nicht bedienen»

Er hat die Welt gesehen und eine grosse Eishockey-Karriere absolviert. Jonas Hiller wohnt und lebt mit seiner Familie unterdessen in der Nähe von Bern in einem modernen Neubau. Diverse Smart-Home-Funktionen, eine Photovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe erhöhen die Wohnqualität und Energieeffizienz. Ein Hausbesuch.

Sie wohnen seit Ihrer Rückkehr aus den USA in einem Neubau, den Sie bewusst als Smart Home geplant haben. Weshalb?
Als wir in den USA lebten, haben wir in «Light-Varianten» von Smart Homes gewohnt. Ich fand die Idee cool, dass gewisse Funktionen automatisiert werden können. Die Umsetzung war dann allerdings weniger überzeugend, denn die Steuerung lief damals über WLAN. Wenn dieses zwischendurch ausfiel, funktionierte das Smart Home nicht mehr. Bei unserem Neubau in der Region Bern haben wir uns deshalb für eine stabile Lösung entschieden. Die Steuerung erfolgt nun via Chip mit Digitalstrom.

Welche Anforderungen eines Smart Home sind für Sie persönlich wichtig?
Smart-Home-Funktionen sind ganz klar ein Komfort, die einem das Leben erleichtern. Das spüre ich jeden Tag. Wir müssen im Haus zum Beispiel nicht extra die Heizung, die Beschattung regulieren, das passiert automatisch. Das Smart Home bietet ebenfalls eine verbesserte Sicherheit. Wichtig ist für mich zudem, dass eine grosse Flexibilität in der Raumnutzung besteht und wir zum Beispiel relativ einfach Leuchten verschieben und definieren können, von wo aus sie bedient werden sollen.

Welche smarten Funktionen nutzen Sie konkret im Alltag?
Wie erwähnt beispielsweise die Beschattung: Die Sonnenstoren senken oder heben sich auf Impuls eines Sensors, je nach Stärke der Sonneneinstrahlung oder des Windes. Auch die Heizung und Klimaanlage funktionieren smart, das heisst, sie regulieren sich von selber, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass das Haus selber «weiterdenkt», auch wenn man weg ist.

Wie smart ist Ihre Beleuchtung?
Wir haben verschiedene Lichtstimmungen hinterlegt, die sich per App oder manuell per Schalter anwählen lassen. Praktisch ist natürlich auch, dass sich am Abend oder beim Verlassen des Hauses per Knopfdruck sämtliche Lichter und Geräte auf einmal ausschalten lassen. Bei der Musik hingegen entscheide ich gerne im Moment, was ich hören möchte, dafür brauche ich kein Smart Home. Es gäbe auch weitere Funktionen, wie etwa die Sprachsteuerung, die sich ins Smart Home integrieren liessen. Aber im Moment passt es für mich, dass ich nicht mit unserem Haus sprechen muss (schmunzelt).

Sie haben eine Photovoltaik-Anlage und eine Wärmepumpe installiert. Haben Sie spezifische Massnahmen umgesetzt, um den Eigenverbrauch zu optimieren?
Ich achte darauf, den Energiebedarf möglichst aus erneuerbaren Energiequellen zu decken. Deshalb haben wir eine PV-Anlage und eine Wärmepumpe. Bei der Liegenschaft auf unserem Nachbargrundstück, die wir vermieten, haben wir ausserdem eine Batterie installiert, die den Solarstrom speichert und dann für den Eigenverbrauch wieder zur Verfügung steht.

Machen Sie ein Energiemonitoring und verfolgen Sie den Stromverbrauch?
Insbesondere nach dem Einzug vor ein paar Jahren war es natürlich spannend zu verfolgen, wie viel Strom wir selber produzieren. Unterdessen kenne ich die Grössenordnung ungefähr. So produziert unsere PV-Anlage mehr Strom als ich beim Fahren mit unserem Tesla verbrauche. Diesbezüglich sind wir also im Plus (schmunzelt). Die Smart-Home-Funktionen für die Beschattung und Heizung tragen ebenfalls zur Energieeffizienz bei. Und: Wir haben beim Strombezug konsequent auf «grünen Strom» umgestellt.

Hat es schon Situationen gegeben, als etwas nicht wie gewünscht funktioniert hat – und Sie froh gewesen wären, Sie hätten ein konventionelles Haus?
Bis jetzt zum Glück nicht. Das Smart Home wäre auch noch funktionsfähig, sollte der Strom einmal ausfallen. Bei einem längeren Unterbruch wäre es dann aber wie überall: Ohne Strom wird alles schwierig.

Muss man eigentlich ein «Technikfreak» sein, um ein Smart Home konfigurieren und bedienen zu können?
Es hilft bei einem Smart Home sicher, wenn man wie ich Freude an der Technik hat. Aber die Bedienung ist einfach und intuitiv, respektive: Wenn das Smart Home aufgesetzt ist und funktioniert, bemerkt man es eigentlich gar nicht gross. Man muss sich entsprechend um weniger kümmern – und hat mehr Lebensqualität!

 

 

Wohnqualität und Energieeffizienz dank Smart-Home-Funktionen.
Wohnqualität und Energieeffizienz dank Smart-Home-Funktionen.
Jonas Hillers Zuhause in der Nähe von Bern.
Jonas Hillers Zuhause in der Nähe von Bern.
Nach einer grossen Eishockey-Karriere ist Jonas Hiller in der Region Bern heimisch geworden.
Nach einer grossen Eishockey-Karriere ist Jonas Hiller in der Region Bern heimisch geworden.
Technikbegeistert und energiebewusst: Jonas Hiller.
Technikbegeistert und energiebewusst: Jonas Hiller.
JONAS HILLER Jonas Hiller (1982) ist einer der erfolgreichsten Schweizer Eishockey-Torhüter aller Zeiten. Er stand neun Jahre in der National Hockey League unter Vertrag und absolvierte insgesamt 437 NHL-Partien für die Anaheim Ducks und Calgary Flames. Mit dem HC Davos wurde er in den 2000er-Jahren dreimal Schweizer Meister. Von 2005 bis 2018 spielte er in der Nationalmannschaft. Seine Aktivzeit beendete Jonas Hiller 2020 beim EHC Biel.
SMART HOME
Smart-Home Steuerungen bieten ein breites Spektrum an Funktionen. Individuell eingestellte Lichtstimmungen, selbstregulierende Heizungen oder automatische Beschattung sind nur eine kleine Auswahl der Möglichkeiten. Mit Smart-Home-Lösungen lassen sich Energieeffizienz und Wohnkomfort wirksam steigern, indem ein einziges System. Möglichst viele Situationen erkennen und auf diese eigenständig reagieren kann.

Haben Sie Fragen zum Thema Smart Home oder andere Energiefragen? Die öffentliche Energieberatungsstelle Bern-Mittelland berät Sie gerne!
info@energieberatungbern.ch, Tel. 031 357 53 50